Wandern ist "in". Wandertourismus ist ein Wachstumsfaktor.
Was erwartet der Wanderer heute?
Eine abwechslungsreiche Landschaft, naturnahe Wanderwege, Wandern mit Erlebniszugabe, gute und wanderfreundliche Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten bietet die Wanderregion Bergisches Land. Bei der Planung Ihres Aufenthalts, Ihres Wandserurlaubs und bei der Zimmervermittlung sind Ihnen die Naturarena Bergisches Land GmbH, in den drei bergischen Großstädten der Bergisches Land Tourismus Marketing e.V. und im Rhein-Siegkreis die Tourismus & Congress GmbH behilflich.
Die engagierten, ehrenamtlich tätigen Wanderführer des SGV bieten dank ihrer Kreativität und Erfahrung ein umfang- und abwechslungsreiches Wander- und Freizeitangebot. Kurz-, Halbtages-, Tages- und Ferienwanderungen, zu Fuß oder per Rad, für verschiedene Leistungsvermögen.
 
Waren es zunächst die Pilger, die Missionare, die Handwerksburschen, Ritter oder die Handelsleute, die notwendigerweise weite Strecken zu Fuß überwanden, so ist für die meisten von uns heute das Wandern die beliebteste Freizeit- und Urlaubsbeschäftigung.
Für den Wanderer von heute, ist "der Weg das Ziel". Man genießt es, unterwegs zu sein, und kann dabei  Natur, Kultur, kulinarische und regionale Eigenheiten intensiv erleben.
 

Schloss Ehreshoven in Engelskirchen-Loope 
 
Entspannen und Genießen: Auch in 2017 bieten die Ortsvereine der SGV-Region Bergisches Land/ Rheinland e.V. attraktive Wanderungen an. Überregionales ist natürlich auch  dabei. 
Interessante Vorschläge  finden Sie bei den Wanderprogrammen der Ortsvereine 
und hier.   
               
Zurück ins 18. Jahrhundert / Steffenshammer mit Schmiedevorführung
- Ein Wandervorschlag des SGV-Ortsvereins Remscheid
                     
Anfahrt: Buslinie 615 (Remscheid, Friedrich-Ebert-Platz - Hauptbahnhof Wuppertal ) bis Hst. (Remscheid)-Gerstau
Dauer: mit Besichtigung etwa 4 Stunden 
  
Der Steffenshammer ist der letzte noch funktionsfähige Hammer im Gelpetal. Das Hammerwerk  wurde Mitte des 18. Jahrhundert in der Remscheider Ortschaft Clemenshammer als Schmiede und Schleifkotten erbaut - es wird das Jahr 1746 genannt - und in Betrieb genommen.
Im Laufe des 17. Jahrhunderts wurde der Eisenerzabbau im Remscheider Raum immer unwirtschaftlicher und die großen Mengen an Holzkohle für die Verhüttung war durch die starke Abholzung der heimischen Wälder nicht mehr zu erhalten. Aus diesem Grunde ging man dazu über, das aus dem Siegerland bezogene Roheisen zu veredeln. Durch vielfältiges bearbeiten des Roheisens wurde der sogenannte „Raffinierstahl“, zu einem hochwertigen Werkzeugstahl geschmiedet. 
Nach einem wechselvollen Besitzerwechsel wurde 1825 der Hammer von der Familie Steffens gekauft und übernommen. Der Hammer wurde überwiegend zur Herstellung von Raffinierstahl zum Schmieden von Werkzeugen und Schmiedeeisernen Kleinteilen genutzt.
Der Gelpebach wurde zu einem Stauteich angestaut, um seine Wasserkraft für das große oberschlächtige Wasserrad zum Antrieb des Schmiedehammers am Amboss und ein zweites, aber kleineres Wasserrad zum Antreiben des Schleifsteins und des Blasebalges an der Esse zu nutzen. Bis 1928 war der Hammer voll in Betrieb und wurde danach nur noch für gelegentliche Arbeiten bis 1958 benötig.
Der Hammer hat als Schwanzhammer mit hölzernem "Viergespann" als einziger funktionstüchtiger Bergischer Wasserhammer noch die ursprüngliche Bauart aus dem 18. Jahrhundert.
Und noch ein Wandervorschlag: 
Nümbrecht: Hexen, ein Schloss und furchtbar dicke Steine 
Wanderstrecke: 6,2 Kilometer.
Viele Menschen, die zum ersten Mal nach Nümbrecht kommen, werden überrascht sein. Sie bekommen eine offenkundig aufstrebende Gemeinde zu Gesicht. Nümbrecht ist ein heilklimatischer Kurort, und viele
Gebäude im Zentrum sind relativ neu.
Unsere Wanderung beginnt am Kurpark an der Weiherstraße. Dort sind in der Regel auch ausreichend Parkplätze vorhanden, so dass man bequem mit dem Pkw anreisen kann. Nun gilt es, den Einstiegspunkt zu finden. Am besten orientieren Sie  sich an dem Skulpturenbrunnen im Kurpark, dort befinden sich mehrere Hinweistafeln. 
  
  
  
Schloss Homburg
Folgen Sie dem Rundwanderweg 3 („gelb“) auf folgender Route: Kurpark - Aussichtsturm - Spreitgen - Hexenweiher - Dicke Steine - Holstein-Mühle - Schloss Homburg - und zurück zum Ausgangspunkt. Neben der „gelben Route“, gibt es auch noch eine rote und eine blaue. Achtung: Die Vielfalt der Wege dort am Startpunkt ist sehr groß, so gibt neben den farbigen Wegen auch noch die SGV-Wege, die Nordic-Walking-Wege und die Kurwege, einer davon ist orange. Orientieren Sie sich am besten am gelben Kreuz.Die erste Station ist der Aussichtsturm auf dem "Lindchen". Er ist über 30 Meter hoch. Eine Besteigung lohnt sich auf jeden Fall. Auch wenn das Wetter etwas diesig ist, kann man trotzdem so einiges sehen, zum Beispiel das Schloss Homburg, einer der Ziele dieser Wanderung. Am Fuße des Turmes gibt es auch ein schönes Café.
Weiter geht es durch ein Dorf namens Spreitgen. Dort wird garantiert eine Haltestelle der Historischen Postkutsche Ihre Aufmerksamkeit erregen. Auf seiner Fahrtroute von Nümbrecht nach Wiehl und zurück hält dort der Original-Nachbau der kaiserlichen Postkutsche um 1871.
Nun geht es langsam talabwärts weiter zum Hexenweiher. Dort gab es angeblich "Hexenproben". Die Hexen wurden an Händen und Füßen gefesselt und in den Teich geworfen. Gingen sie unter, galten sie als unschuldig. Meist hieß es aber: "Sie sind artig geschwommen." Dann war ihr Schicksal aber auch besiegelt. "Wirklich zwei tolle Alternativen", möchte man da sagen. Tatsächlich haben auf Schloss Homburg Hexenprozesse stattgefunden.
 
Nun kommen Sie an den Dicken Steinen vorbei. Dabei handelt es sich um Gesteine aus der Devon-Zeit (Alter ca. 350 Millionen Jahre), die in der Tertiär-Zeit, vor ca. 60 bis 70 Millionen Jahren, mit Kieselsäure getränkt und dann durch Erosion aus dem umgebenden weicheren Sedimentgestein freigewaschen wurden. Das sind schon zwei riesige Brocken, die da in der Landschaft herumliegen. Für Sie eine gute Gelegenheit für ein Foto, überhaupt sollten Sie bei dieser Wanderung unbedingt einen Fotoapparat dabei haben.

Wanderer an den Dicken Steinen
Auf dem weiteren Weg auf der gelben Route lohnt es sich, einmal kurz einen Abstecher zur Holstein-Mühle zu machen. Sie gilt als eines der ältesten Gebäude im Oberbergischen Kreis. Es war die ehemalige Mühle der früheren Wasserburg "Holstein". Sie wurde im Januar 1270 von Graf Gottfried, dem ersten Grafen von Sayn aus dem Haus Sponheim gekauft. Heute ist es ein Hotel und Ausflugslokal. Denkmalfans sollten aber nicht zu viel erwarten. So richtig ursprünglich erscheint der Komplex nicht mehr, allerdings gibt es ein großes Wasserrad. Auf einer Informationstafel bekommen Sie den Unterschied zwischen einem oberschlächtigen und einem unterschlächtigen Wasserrad erklärt. Die Holstein-Mühle ist auch ein schönes Ziel für einen Nachmittagskaffee.

Nun geht es zur "Mutter aller Ziele" in Nümbrecht: zum Schloss Homburg. Die vorherige Steigung von der Mühle hinauf zum Schloss ist jedoch nicht ohne, lassen Sie es gemütlich angehen. Die alte Höhenburg wurde 1276 erstmals urkundlich erwähnt. Die Schlossanlage wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts von Gottfried I. zu Sayn erbaut, vermutlich auch aus Steinen und an Stelle der ehemaligen Wasserburg "Holstein", von der eben nur noch die Mühle übrig geblieben ist. Wenn Sie noch 2012 die Wanderung antreten, machen Sie sich auf eine große Baustelle gefasst. Ob sich die großen Investitionen in die Anlage wohl lohnt? Am besten, Sie machen sich selber ein Bild davon. Burgen- und Schlösserfreunde werden sich aber auf jeden Fall an den großen Glasanbau gewöhnen müssen, der dort entsteht. Von Schloss Homburg geht es nun wieder zurück an den Ausgangspunkt.

Unsere Bewertung: Es ist eine Wanderung, auf der es unheimlich viel zu sehen gibt. Sie ist vor allem sehr spannend für neugierige Menschen: Geschichtsinteressierte, Naturfreunde, Liebhaber toller Aussichten, für jeden ist etwas dabei. Und auch die Kinder werden ihren Spaß
haben, vor allem an den Dicken Steinen!
 
s. auch nächste Seite
 
Geocaching, die moderne Schatzsuche, ist ein abwechslungsreiches Freizeitvergnügen und Naturerlebnis für alle Altersstufen. Infos, Termine und Anmeldung: SGV-Ortsvereine Homburger Land und Bergisch Gladbach

In Zusammenarbeit der Naturarena GmbH mit dem Naturpark Bergisches Land, dem SGV und den Katasterämtern des Oberbergischen und des Rheinisch-Bergischen Kreises wurde die Wanderkarte Bergisches Land 1: 25.000  als neues Kartenwerk erarbeitet. Es umfasst fünf doppelseitige Kartenblätter, die zum Preis von € 7,90  pro Blatt im Handel erhältlich sind.
Online können Sie die Karten im Shop der Naturarena Bergisches Land bestellen. In den Karten ist nicht nur das aktualisierte Wegenetz eingezeichnet, sondern auch die Sehenswürdigkeiten der Region und zahlreiche Einkehrmöglichkeiten.
 
Die Amtliche Stadtkarte 1:15.000 der Stadt Remscheid ist im Buchhandel, in den Bürgerbüros und beim Fachdienst Vermessung, Kataster, Liegenschaften der Stadt Remscheid zum Preis von 4,00 Euro erhältlich.
Neben der gedruckten Version kann man sich die Karte in Ausschnitten auch im Internet unter Geoportal Remscheid anschauen.

Das Gesamtpaket der Solinger Freizeitkarte 1:15.000 zum Preis von 9,80 Euro enthält eine Fülle von Informationen: Wanderkarte, Fahrradplan, Tourenvorschläge, Sehenwertes und vieles, was man sonst noch unternehmen kann. Online-Bestellung unter: freizeitkarte@solingen.de.   
  
Die Freizeitkarte der Stadt Wuppertal umfasst:
Einen doppelseitiger Kartenteil „Ost“ und „West“ im Maßstab 1:20 000 (2 Karten) mit aktuellen Wanderwegen, Radwegen und Freizeiteinrichtungen, ein umfangreiches Infoheft mit Wanderwegen, Lehrpfaden,   Sehenswürdigkeiten, Informationen zu Unterkünften und Rasthöfen, Erholung, Sport, Spiel und Kultur, z.B. ein Faltblatt „Zoologischer Garten“ im Maßstab 1:10 000 und Faltblatt „Botanischer Garten & Hardt“ im Maßstab 1:6 000.
Das Kartenpaket ist zum Preis
von 7,80 Euro erhältlich im Buchhandel und im Rathaus Barmen, Kundenzentrum Plankammer/Katasterauskunft.

Freizeitkarte Bergisch Gladbach und Odenthal
Die Freizeitkarte (Sept. 2016) informiert umfassend über das breite Freizeitangebot der Stadt Bergisch Gladbach und der Gemeinde Odenthal.
Mit einem Maß von 66 mal 64 Zentimetern passt die Faltkarte praktisch in jede Handtasche und gibt unter anderem einen Überblick über Restaurants und Cafés, Veranstaltungsorte und Sehenswürdigkeiten sowie über die unterschiedlichsten Freizeitangebote der Region.
>>Hier steht die Karte zum Download zur Verfügung.

Freizeitkarte für das Bergische Land In der, auf Pocket-Format gefalteten Karte finden Sie attraktive Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele in der Region Rhein-Berg und Oberberg, übersichtlich eingezeichnet und mit Informationen zu Öffnungszeiten und zur Anfahrt. Bestellen Sie die Karte kostenlos im Shop der Naturarena Bergisches Land GmbH, Bergisches Haus, Friedrich-Ebert-Straße 75, 51429 Bergisch Gladbach,
Telefon: 02204 84 30 00 Telefax: 02204 84 30 05
Alternativ können Sie die Karte >> hier als PDF-Datei herunterladen und ausdrucken.

Freizeitkarte Lindlar
Wanderer finden darin   umfassende Informationen und Hinweise zu jedem örtlichen Rundwanderweg, etwa über Sehenswürdigkeiten, Aussichtspunkte und Einkehrmöglichkeiten. Die Karte kostet € 3,50 und ist ab sofort bei Lindlar Touristik erhältlich.
Tel.: 02266 / 9 64 07  www.lindlar.de/tourismus

Das Geoportal des Rheinisch-Bergischen Kreises bietet digitales Kartenmaterial beispielsweise zu  Straßennetzen, Katasterkarten und viele weitere Geodaten.
Eine interessante Funktion ist beispielsweise die freie Textsuche nach Adressen oder Flurstücksbezeichnungen.
Für das Wanderwegeprojekt „Bergisches Wanderland“ wurde für 4.000 km² digitales Kartenmaterial erstellt – von der Sieg bis zur Ruhr, von Köln bis zur A45 nahe Olpe, also weit über das Kreisgebiet hinaus.
Im Bereich des Rheinisch-Bergischen Kreises sind unter "Wandern in der Region" alle Wanderwege im Geoportal erfasst und können z.B. gemeinsam mit der neuen Reliefkarte ausgedruckt werden.

Kein Geringerer als Johann Wolfgang von Goethe gestand:
"Was ich nicht erlernt habe, habe ich mir erwandert."